Es weht ein neuer WIND in der Energiepolitik

Die heimische Windkraft bekommt im Zuge einer neuen Energiepolitik eine viel größere Bedeutung als in der Vergangenheit: Bis zum Jahr 2020 sollen in Baden-Württemberg rund 10 % des Stroms im Land mit heimischer Windkraft erzeugt werden.

Dazu müssen jährlich etwa 150 Windenergieanlagen neu gebaut werden.

Die ZEAG Energie AG investiert daher – neben den Investitionen in die Wasserkraft und die Photovoltaikanlagen – seit 2011 verstärkt auch in die Windkraft. Zum einen sind wir am EnBW Windpark Baltic 1 in der deutschen Ostsee beteiligt und streben eine weitere Beteiligung am zweiten EnBW Windpark Baltic 2 an. Zum anderen sehen wir aber gerade auch hier in der Region ein großes Windkraft-Potenzial, das wir gerne mit Partnern vor Ort nutzen möchten. Dabei schaffen wir gemeinsam mit Kommunen und interessierten Bürgern neue Beteiligungsformen.

Mehr Gestaltungsspielraum für die heimische Windkraft

Der Erfolg der heimischen Energiewende hängt wesentlich von den politischen Rahmenbedingungen ab. So wurde am 9. Mai 2012 das Landesplanungsgesetz geändert und damit die neue gesetzliche Grundlage für den umfassenden Ausbau der Windenergie in Baden-Württemberg beschlossen.

Das bedeutet konkret: Die bisher in den Regionalplänen festgelegten Vorranggebiete für Windkraftanlagen werden ausgeweitet, so dass beispielsweise auch ausgewählte Waldgebiete für die Windkraftgewinnung künftig in Frage kommen – selbstverständlich immer im verantwortungsbewussten Umgang mit Mensch und Natur.

Der neue Windenergieerlass schafft Planungssicherheit

Die Landesregierung hat parallel zum Landesplanungsgesetz auch den Windenergieerlass auf den Weg gebracht. Dieser fasst die planerischen und rechtlichen Anforderungen zusammen, die mit dem Bau von Windkraftanlagen zu beachten sind – und gibt damit allen, die an einer Windanlage beteiligt sind eine praxisorientierte Leitlinie vor. Ein wesentliches Element in der Planungsphase ist der Windatlas. Die Landesregierung hat diesen beim TÜV SÜD in Auftrag gegeben. Die unabhängigen Sachverständigen des TÜV SÜD weisen hier die Regionen aus, die sich am besten für die Windenergieerzeugung eignen. Nun verfügt Baden-Württemberg mit dieser Windkartierung über die genaueste Windpotenzialanalyse Deutschlands.

Dieser Potenzialatlas Wind weist beispielsweise den Harthäuser Wald ausdrücklich als gutes Potenzialgebiet für die Windenergie aus.

Zwei Drittel der Bundesbürger wünschen sich den Ausbau der Windenergie

Es gibt viele Fakten, die für die Nutzung der Windkraft sprechen. Und die auch verdeutlichen, welche besondere Rolle der Windkraft bei der Energiewende zukommt.

Einige Fakten im Überblick:

  • Eine Windenergieanlage lässt sich im Gegensatz zu anderen Technologien restlos abbauen, ohne die Nachwelt zu belasten.
  • Eine Windenergieanlage erzeugt während ihrer Laufzeit bis zu 70 mal so viel Energie, wie für ihre Herstellung, Nutzung und Entsorgung eingesetzt wird. Schon nach 3 Monaten bis einem Jahr hat sie sich energetisch amortisiert.
  • Bei einer durchschnittlichen Laufzeit von über 20 Jahren und den nahezu vollständigen Recyclingmöglichkeiten ergibt sich eine sehr positive ökologische Energiebilanz.
  • Eine Windenergieanlage ist flächenmäßig ein absoluter Minimalist: Sie benötigt nur 0,25 ha Platz, um ein Jahr lang 2.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. An Waldstandorten wird die darüber hinaus benötigte Fläche an anderer Stelle wieder aufgeforstet.

Windenergie mit großem Heimvorteil für alle Beteiligten

Wir von der ZEAG sehen in der heimischen Windkraft eine besondere Chance für alle Beteiligten – für die Kommunen, die Bürger, die Wirtschaft. Und dementsprechend bieten wir allen Interessierten Möglichkeiten, von der Windenergie vor Ort zu profitieren.

Aus diesem Grund haben wir 2011 die Erneuerbare Energie GmbH gegründet. Sie sorgt dafür, dass die interessierten Kommunen und Bürger sich an den Windprojekten über BürgerEnergiegenossenschaften beteiligen können.